Auch im dritten Anlauf konnte der SV
Waldhausen bei seinem Auswärtsauftritt in Aschau keine
Kreisliga-Punkte verbuchen, bleibt nach der 2:3-Niederlage damit
weiter am Tabellenende und geht in der noch jungen Saison bereits
jetzt schweren Zeiten entgegen.
Allerdings machte der Anhang der Gäste dabei im Aschauer
Sportzentrum ein Wellenbad der Gefühle durch, denn nach Traumstart
für die "Veilchen" mit dem ersten Treffer nach 120 Sekunden waren
die SVW-Kicker beim 0:3-Rückstand nach einer knappen Stunde
Spielzeit praktisch zum Abschuss freigegeben, jedoch raffte sich der
Aufsteiger gerade in dieser Phase nochmals auf und hätte die
Hausherren mit dem nötigen Quäntchen Glück fast noch um den
hochverdienten Sieg bringen können. "Wir haben uns nach der
schnellen Führung viel zu sicher gefühlt und nach einer Stunde
praktisch nichts mehr gemacht" war Aschaus Coach Hans Müller vor
allem von der Leistung seiner Elf im zweiten Abschnitt schwer
enttäuscht.
Dabei lief es für die Hausherren vom Anpfiff weg optimal, denn
bereits in der 2. Minute fiel das 1:0 durch Jürgen Grassl, der nach
einer Breneizeris-Staffette (Freistoss "Bubi"- Kopfball Sascha) die
Kugel in die Maschen drosch.
"Genau vor
diesen Standards hatte ich eindringlichst gewarnt" ärgerte sich
SVW-Spielertrainer Alois Radlbrunner besonders über die
Schlafmützigkeit seiner Abwehrreihe in dieser Szene und ergänzte:
"Gerade bei solchen Hitzetemperaturen einem Rückstand nachlaufen zu
müssen, ist verdammt schwer." Auf dieses Blitztor fanden die Gäste,
bei denen erstmals wieder Klaus Michel mitaufgelaufen war, mit einem
gefährlichen Kopfball von Peter Höfner (4.Min.) sogar prompt eine
Antwort, in der Folge beherrschten die Aschauer die Begegnung aber
deutlich. Schliesslich gelang ihnen der zweite Treffer aber auch nur
mit erneuter Waldhauser Unterstützung, als Keeper Tibor Bakay, der
kurz vorher noch ein Pörner-Geschoss mit einer Glanzparade
herausgefischt hatte, einen Eckball von Stefan Hoferer unterlief und
mit seinem Fehler das 2:0 ermöglichte (22.).
Besonders deutlich wurde die Überlegenheit der Gastgeber zehn
Minuten nach dem Wechsel beim dritten Treffer. Der erst zur Pause
eingewechselte Ex-Waldkraiburger Raimund Stuiber, der neben seinem
"Urlauberkollegen" Samir Demirovic zweiter hochkarätiger Bankdrücker
der Gastgeber war, setzte Sascha Breneizeris toll in Szene, so dass
dieser zum 3:0 ins lange Eck abschliessen konnte.
Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete der SVA nun gleich mehrere Gänge zurück und kassierte in der 65. Minute mit dem 1:3 durch Klaus Michel die verdiente Strafe für seine Nachlässigkeit. Richtig heiss wurden die Gäste beim 18-m-Lattenknaller von Peter Höfner, bei im Nachschuss auch noch Miro Hartewig die Chance zum zweiten Waldhauser Tor hatte (77.Min.) "Da sind wir ganz schön ins Schwitzen gekommen" meinte Aschaus Coach Hans Müller und musste fünf Minuten vor Spielende dann auch tatsächlich noch den zweiten Waldhauser Treffer mitansehen. Der vor allem in der ersten Hälfte viel zu kleinlich leitende Unparteiische Karl-Heinz Hillmer (ASV Kiefersfelden) entschied bei einer Aktion von Mehmet Karahan gegen Sebastian Hütter auf Strafstoss, den Alois Radlbrunner sicher verwandelte. Obwohl die Gäste in den Schlussminuten noch mit dem Mute der Verzweiflung das Aschauer Tor berannten, schafften sie auch in der Nachspielzeit den Ausgleich nicht mehr.
J.P.